Falten sind sichtbare Zeichen von Hautalterung, Patient(inn)en können diese natürlichen Prozesse mit ihrem Selbstbild zuweilen nicht in Einklang bringen. Gegen Falten wird in einer plastischen Weise agiert, indem Hyaluronsäure angewandt wird. Letztere ist dem Grunde nach ein natürlicher Bestandteil der Haut, deren Produktion jedoch im Alter gesenkt wird. Restylane nun ist die Bezeichnung für einen biosynthetisch hergestellten Füllstoff, der aus Hyaluronsäure gewonnen wird. Das Ergebnis, welches dazu dient, den Raum der überschüssigen Haut wieder von innen aufzufüllen, fühlt sich – auch bei Lippen – wie natürlich gewachsenes Körpergewebe an.
Eine solche Faltenbehandlung, die 30 Minuten dauert, hält in ihrem Ergebnis ein halbes Jahr an. Bis dahin ist die Hyaluronsäure wieder nahezu vollständig vom menschlichen Körper abgebaut worden. Direkt nach dem Eingriff sind bei Patient(inn)en regelmäßig im behandelten (Gesichts-)bereich bereits Schwellungen, Juckreiz, Empfindlichkeitserscheinungen und leichte Rötungen beobachtet worden – diese Symptome waren in den meisten Fällen im Laufe der Woche nach der Injektion wieder abgeklungen. Eine Woche lang ist es den Patient(inn)en weiterhin nicht erlaubt, das Solarium zu nutzen oder auch das natürliche Sonnenbad zu suchen.
Damit unterhalb einer Falte das Gewebe befüllt werden kann, wird eine dünne Nadel zu Hilfe genommen, um den Füllstoff in kleinsten Mengen unter die Haut gesetzt. Linear wird das Material unter den Faltenverlauf injiziert, wenige Einstiche braucht man nur pro Falte. Von sehr vielen Patienten wird eine solche Injektion zwar als einigermaßen schmerzfrei empfunden, jedoch eine lokale Anästhesiecreme oder ein Spray kann auch zur Betäubung herangezogen werden. Ein Eingriff dieser Art wird ambulant und ohne generelle aktive Komplikationen vollzogen, sodass ein Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich wird.
Diese Substanz lässt natürliches Volumen entstehen und stellt anstelle von Falten eine gespannte Fläche her. Damit eine bestmögliche Anhebung erreicht werden kann, haben die zur Verfügung stehenden Nadeln unterschiedliche Größen, sodass in millimetergenau exakt bemessenen Tiefen unter der Haut behandelt werden kann – was auf eine optimale Hebekapazität abgestimmt werden kann. Die ersten sechs Stunden nach einer Injektion wird davon abgeraten, die Gesichtspartien, die behandelt wurden, unnötig oft zu berühren. Danach kann ein schonendes Make-up aufgetragen werden. Patient(inn)en wird noch für einige Wochen geraten, sich generell zu schonen, kaum Sport zu treiben und über sämtliche Beobachtungen (Empfindungsstörungen, Art der Verheilung) den behandelnden Arzt stets informiert zu halten. Nur so kann behutsam eine übermäßige Anstrengung der betroffenen Hautpartie vermieden und ein angemessener Umgang mit den dann noch erforderlichen Wiederholungseingriffen angestrebt werden.
Faltenbehandlungen sind nicht oder nur eingeschränkt möglich bei Allergiepatienten. Diese sollten in der Beratung darauf achten, erstens ihre vollständige Allergieanamnese (ihre sämtlichen Allergieerscheinungen während ihres bisherigen Lebens) darzustellen und zweitens sollten ebenfalls Medikamentenunverträglichkeiten im Voraus feststehen. Permanente Füllsubstanzen (das heißt jene, die sich im menschlichen Körper nicht abbauen), können auch langfristige Abwehrreaktionen nach sich ziehen. Reine Hyaluronsäure (wie Milchsäure auch) kann völlig abgebaut werden, sodass die Behandlung, wie angedeutet, in wiederkehrenden Abständen wiederholt (und auch wiederholt bezahlt) werden muss.
Behandlungsführende Ärzte zeichnen sich in ihrer Seriosität dadurch aus, dass sie Patient(inn)en nicht generell zu einer Faltenunterspritzung drängen. Sondern sorgfältig wird erwogen, ob nicht gerade dadurch erst Gesundheitsrisiken entstehen und ob nicht ernährungsbedingt gesteuerte Therapieansätze zunächst das Allgemeinbefinden eines Patienten verbessern bzw. auch ggf. Depressionserscheinungen abmildern können.