Bei der Bruststraffung “Mastopexie” handelt es sich um einen Eingriff bei Frauen, der erschlaffte, hängende Brüste anhebt bzw. neu formt. Dazu gehört auch, Brustwarzen, die tief stehen, ebenfalls in eine jugendliche, höhere Position zu bringen. Hin und wieder wird in diesem Rahmen auch von Patientinnen darum gebeten, kleine Brüste, die nach einer Schwangerschaft noch einen Volumenverlust erlitten, stark vergrößern zu lassen – meist durch Implantate.
Größe, Festigkeit und Form der Brust kann man durch die Operation verbessern. Überdies ist es möglich, Ungleichheiten (Asymmetrien) der Brust auszugleichen: Die Stillfähigkeit wird in keiner Weise durch Eingriffe dieser Art eingeschränkt. Jedoch trotz Operation gilt – nach einer weiteren Schwangerschaft wird sich wieder die Brust verkleinern und so fort. Somit sollte also seitens der Patientin das Datum der OP angemessen anberaumt werden – auf einen Abschnitt des Lebens, in welchem nun kaum oder nicht mehr Kinder erwartet werden. Eine Bruststraffung kennt denselben Narbenverlauf, der sich bei einer Brustverkleinerung ergibt (um den Warzenhof herum, dann senkrecht nach unten in die Brustfalte. Verschiedene Techniken beinhalten noch einen zusätzlichen Schnitt, der umgekehrt in L- oder T-Form in der Brustfalte verläuft.
Zu den Aufgaben des seriösen Chirurgen gehört es, Patientinnen sorgfältig über die Risiken einer Operation aufzuklären und gemeinsam das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko aufzuweisen. Um eine solche Operation rechtfertigen zu können, sind Ärzte generell erstens von zusätzlichen Untersuchungsergebnissen (Ultraschall, Mammografie) und zweitens von anderen Patientenakten der Patientin (bei anderen Ärzten) in ihrer Entscheidung hierzu abhängig. Eine komplette Anamnese wird erstellt – d. h., eine Patientin, die lediglich eine Bruststraffung “beantragt”, wird ihre gesamte Lebens-, Bedarfs- und Krankengeschichte darlegen müssen. Für den Arzt hat das den Sinn, dass er Gründe ausschließen kann (Medikamenten-Unverträglichkeiten, andere Allergien, Belastbarkeitsschwächen, Gewebebeschwerden etc.), die generell nicht für eine OP bei genau dieser Patientin sprechen würden. Steht der Termin fest, wird für einen Zeitraum von zwei Wochen davor dringend abgeraten, Alkohol, Nikotin sowie Aspirin (bzw. Vergleichbares) zu sich zu nehmen. Des Weiteren ist ein vorteilhafter Fitnesszustand erforderlich – eine Krankschreibung erfolgt in der Regel für sieben bis zehn Tage nach der Operation – zwei Wochen nach dem Termin werden die Fäden gezogen.
Die Vorbereitung der Operation beinhaltet neben der ausführlichen Eingriffs- und Folgebeschreibung die Analyse der Blutwerte, eine Tastuntersuchung, das Vermessen der Brust sowie die Mammografie. Auch ein EKG wird abgenommen. Die Dauer einer Operation beträgt (je nach Umfang) eine bis zweieinhalb Stunden. Als Narkose steht die Vollnarkose zur Verfügung – alternativ auch eine örtliche Betäubung, die in Verbindung mit einem künstlichen Dämmerschlaf verabreicht wird. Ein Klinikaufenthalt von bis zu drei Tagen nach der Operation ist ebenfalls die Regel. Völlig belastungsfähig für den Alltag, für das Solarium, die offene Sonne sowie die Sauna wird die Patientin nach einem Monat erst wieder sein können, sportlich betätigen sollte sie sich nicht vor zwei Monaten nach einer Operation, die komplette Heilung kann unter Umständen noch länger an Zeit benötigen.
Der Erfolg einer Operation bleibt in seiner Langfristigkeit abhängig von den Lebensgewohnheiten und der genetischen Vorprägung der Patientin – als Risiken treten jedoch nicht selten Hautempfindungsstörungen, unerwünschte Narbenbildungen, Hautnekrosen auf. Krankenkassen erstatten einen solchen Eingriff nicht.