Die Operation einer sogenannten Oberarmstraffung entsteht durch den Bedarf, dass vor allem Patientinnen die natürlichen Körperveränderungen an Oberarmen nicht mit ihrem Selbstbild bzw. Wunschkörper in Einklang bringen. Die chirurgischen Fachkenntnisse in diesem Zusammenhang ergeben sich konsequenterweise aus der plastischen bzw. rekonstruktiven Chirurgie, die zunächst einmal der Behandlung von Unfallfolgen begegnet.

 

Altersbedingt bzw. begründet durch Körpergewichtsschwankungen ergeben sich zuweilen lose erscheinende Hautbereiche eben auch an den Oberarmen. Um unnötige Risiken zu vermeiden, warten Ärzte hier erst ab, ob etwa Diäten, Massagen oder Sport eine Straffung hier bereits “von innen her” einleiten und entwickeln können.

 

Sollte jedoch seitens der Patientin auf eine Operation dieser Art bestanden werden, wird mit sehr feinen Wundnähten gearbeitet. Ziel ist es, überschüssige Haut und ebensolches Fettgewebe zu korrigieren, umzuverteilen bzw. zu entfernen. Letzteres geschieht von der Oberarminnenseite aus in spindelförmiger Richtung – in Bedarfsfällen auch, indem ein zusätzlicher Schnitt von der Achselhöhle aus geführt wird. Beide Schnittrichtungen werden in dem Bemühen angelegt, dass man die Narbenbildung “unsichtbar” erscheinen lassen kann. Das Fett wird gezielt bedarfsweise (auch in erschöpfenden Mengen) abgesaugt – auf diese Weise “formt” man den Arm gemäß einer mit der Patientin im Voraus vereinbarten “optischen Vorlage”. Bevor die (stets ziemlich umfangreich geschnittene) Wunde schließlich vernäht wird, legt man eine Saugdrainage ein, um Wundflüssigkeit und Blut während der nächsten ein bis zwei Tage abzuleiten. Der angelegte Kompressionsverband zielt darauf, Schmerzen und Schwellungen zu verringern; gleichzeitig wird die Modellierung der Haut gehalten bzw. das Wachstum in die gewünschte Richtung gelenkt. Bei jeder dieser Operationen werden naturgemäß Nerven durchtrennt; dies führt zu Gefühlsstörungen im Narbenbereich. In manchen Fällen soll sich ein flächiges Hautgefühl nach Monaten wieder von selbst ergeben – auch der Lymphabfluss bleibt entsprechend vermindert. Ebenso hält sich ein allgemeines Spannungsgefühl im Bereich der Operationswunde für eine ähnlich längere Zeit.

 

Nur wenn es um sehr kleine Eingriffe gehen soll, wird eine örtliche Betäubung anempfohlen und durchgeführt. In Verbindung mit einem künstlichen Dämmerschlaf kann dann eine geringfügige Korrektur vorgenommen werden. Der Regelfall jedoch (nämlich umfangreiche Operationen) verlangt eine Vollnarkose sowie einen anschließenden stationären Aufenthalt bis zu einer Woche. Hierbei kann es (durch möglicherweise unerwartet hohen Blutverlust bei der Operation) auch zu nachträglichen Bluttransfusionen kommen; auch wird in dieser Zeit etwa absehbar gestörte Wundheilung durch Korrekturoperationen verbessert.

 

Patient(inn)en, die als Vorerkrankung Blutgerinsel, Venenstauungen oder Gefäßerkrankungen verzeichnen (oder auch an Medikamenten- bzw. Heilmittelunverträglichkeiten leiden), werden zunächst sorgfältig über Alternativen zu einer Operation aufgeklärt (siehe oben). Gefäßerkrankungen, nämlich etwa Embolien oder Thrombosen, können in Verbindung mit Operationen generell zu Atmungsstörungen führen. Bei angesetztem Operationstermin wird dem Patienten mit zweiwöchigem Vorlauf auferlegt, nicht zu rauchen oder in anderer Weise Nikotin zu sich zu nehmen (somit auch Passivrauchen zu vermeiden), alkoholische Genussmittel strikt zu vermeiden und auch Aspirin oder aspirinähnliche Präparate einzunehmen. Weiterhin werden Patienten sorgfältig über eine Nutzen- und Risikenabwägung aufgeklärt – vor allem auch darüber, dass sie durch einen operativen Eingriff der beschriebenen Art nicht die Beschaffenheit ihrer Haut verändern. Diese kann – möglicherweise auch Jahre nach einer erfolgreich durchgeführten Operation – wiederum zu einer Erschlaffung führen (allein bedingt durch die genetisch gegebenen körperlichen Bedingungen des Patienten).