Befinden sich Fettdepots an Oberschenkeln, kann eine Fettabsaugung in Betracht kommen. Jedoch bezieht sich die sogenannte Oberschenkelstraffung nur auf die Diagnose eines Hautüberschusses: Überschüssiges Gewebe wird hier entfernt und somit die Körperoberfläche gestrafft. Dies kann angebracht sein bei Personen, die nach einer Gewichtsabnahme auf natürliche Weise an Fett verloren haben, deren Haut sich jedoch (und gerade an den Oberschenkeln) nicht (angepasst) entsprechend nachgeformt hat. Versuche, diesem Umstand entgegenzuwirken, sind zunächst Sport, angepasstere Ernährung (die gezielt auch auf das Gewebe abgestimmt werden kann) sowie Massagen.

 

Hilft dies nicht, dauert die eigentliche Operation, die aus einem sehr präzise vermessenen Schnitt (Schrittbereich und bzw. oder Oberschenkelinnenseite) unter Vollnarkose besteht, zwei bis drei Stunden. Narbenbildung ist – wie bei jeder Operation – unvermeidlich. Doch hier sind die behandelnden Chirurgen so geschult, Vorbereitungen zu treffen, dass sich die Narben nur sehr unauffällig bilden bzw. abheilen. Es geht bei einer solchen Operation um Körperkontur und ästhetisches Körperempfinden: Deshalb sind die entsprechenden Mediziner nicht nur in den Operationstechniken geschult, sondern auch darin, möglichst sensibel und kleinschrittig die Rat suchenden Patienten über das entsprechende Unterfangen aufzuklären sowie zu jedem Zeitpunkt eine Ablehnung oder eine Umentscheidung des Betroffenen gegen einen solchen Eingriff ebenso wohlwollend zu akzeptieren.

 

Es muss klargestellt sein, dass die persönlichen Vorstellungen eines Patienten sich direkt mit dessen körperlichen Voraussetzungen auch vereinbaren lassen – oft “greift” ein Patient schon gedanklich zum Mittel einer Operation, wenn noch ganz andere Optionen (s. o.) empfehlenswerter wären. Ziel in jedem Fall ist: Es muss beiden – dem Arzt so wie dem Ratsuchenden – vollständig vorher klar sein, mit welchen Methoden die Harmonie der Körperproportionen durch die Operation hergestellt werden könnte und sollte. Selbst, wie der – besonders ausgebildete – plastische Chirurg die einzelnen Schnitte führen wird, wird ganz genau mit dem Patienten im Voraus besprochen. Es geht gewissermaßen um eine Art Endgültigkeit, direkt nach der Operation bekommt der frisch Operierte Schmerzmittel, kann aber trotzdem eine leichte Spannung im Oberschenkel verspüren.

 

Es wird – wie bei jeder Operation – darum entschieden gebeten, der Patient möge zwei Wochen vor dem anberaumten Operationstermin (deshalb werden diese auch so früh wie möglich bekannt gegeben) keine Mittel einzunehmen, die die Blutgerinnung verzögern könnten. Das heißt: 10 Tage mindestens sollte der Patient vor einer Operation weder rauchen, noch Aspirin einnehmen (oder Präparate mit denselben Inhaltsstoffen), keinen Alkohol und keine Schlafmittel zu sich nehmen. Die – rasierte – Haut, die im Vorfeld als überschüssig erkannt und definiert wurde, wird dann vermessen, markiert und mehrfach desinfiziert. Die Drainagen, die angelegt werden (dies sind Vakuumschläuche), dienen dem Zweck, dass man Wundsekrete und Blutergüsse bereits im Ansatz vermeiden kann.

 

Je nach Gelingen wird der Patient dann (erfahrungsgemäß nach zwei bis drei Tagen) aus dem behandelnden Krankenhaus entlassen, wenn die Drainagen entfernt werden. Diese werden bei der Operation mit einem Kompressionsverband angelegt. Die Kompressionshose wird als Folgeteil der Behandlung einen Monat lang getragen, die Fäden entfernt man nach zwei Wochen. Dann auch wird festgestellt, inwiefern eine operative Nachbehandlung noch notwendig wird: Ist alles abgeheilt? Entstehen keine Schmerzen mehr? Werden Korrekturoperationen ärztlich anempfohlen? Arbeitsunfähig ist ein Patient ungefähr noch 14 Tage nach der Operation, Sport und heftige Bewegungen sind in diesem Zeitrahmen nicht verantwortbar.