CZ-WellmedRatgeberPlastische Chirurgie & Dermatologie

Startseite › Ratgeber › Haut & Dermatologie

Haut & Dermatologie · 5 Min. Lesezeit

Narbenarten: hypertroph, Keloid, atrophisch

Welche Narben es gibt und welche Behandlungen möglich sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jede Wunde, die die Lederhaut erreicht, hinterlässt eine Narbe.
  • Hypertrophe Narben bleiben auf die Wunde begrenzt.
  • Keloide wachsen über die Wunde hinaus.
  • Früh behandelt, lassen sich viele Narben verbessern.

Normale (reife) Narbe

Eine reife Narbe ist flach, weich und etwas heller als die umgebende Haut. Bis dahin vergehen meist ein bis zwei Jahre.

Auffällige Narben

  • Hypertrophe Narbe: wulstig, gerötet, oft juckend, aber auf den Wundbereich begrenzt. Sie bildet sich häufig mit der Zeit teilweise zurück.
  • Keloid: überschießendes Narbengewebe, das über die ursprüngliche Wunde hinauswächst. Neigung dazu ist oft erblich.
  • Atrophe Narbe: eingesunken, etwa nach Akne oder Windpocken.
  • Narbenkontraktur: eine Narbe, die sich zusammenzieht und Bewegungen einschränkt.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Silikonpflaster und -gele
  • Druck- und Kompressionsbehandlung
  • Kortisoninjektionen in die Narbe
  • Laser- oder Kältebehandlung
  • operative Narbenkorrektur

Welche Behandlung passt, beurteilt eine Hautärztin oder ein plastischer Chirurg.

Vorbeugen

  • Narbe mindestens ein Jahr vor Sonne schützen
  • keinen Zug auf frische Narben
  • Narbenpflege nach Freigabe
  • bei Keloid-Neigung vor jeder OP darauf hinweisen

Wichtig: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Ob und wie ein Eingriff für Sie infrage kommt, kann nur ein Arzt beurteilen.

Stand: 10/2026 · Medizinisch gegengelesen von Fachärzten aus dem CZ-Wellmed-Partnernetzwerk · Allgemeine Information, ersetzt keine ärztliche Beratung.

WeiterlesenDehnungsstreifen (Striae) →